Nutzungsausfall

Nutzungsausfall

Verzichtet der Anspruchsteller für die Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungsdauer (Totalschadenabrechnung) auf die Anmietung eines Ersatzfahrzeuges, steht ihm in der Regel eine Entschädigung für die entgangene Nutzung seines unfallbeschädigten Fahrzeuges zu. Die Berechnung der Nutzungsausfallentschädigung pro Tag erfolgt anhand der Tabelle Sanden-Danner-Küppersbusch oder SuperSchwacke. Die aufgeführten Tagessätze sind mit der Ausfalldauer zu multiplizieren.

 

Es ist ratsam, den Nutzungswillen durch die Instandsetzung des unfallgeschädigten Fahrzeuges oder durch die Kopie des Kaufvertrages für das Ersatzfahrzeuges zu dokumentieren, um den Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung durchzusetzen. Am einfachsten wird der Nachweis durch eine Reparaturrechnung bzw. durch eine Reparaturbestätigung oder durch eine Kopie des Fahrzeugscheines des Ersatzfahrzeuges erbracht. Wird ein Ersatzfahrzeug vor Ablauf der Wiederbe-schaffungsdauer zugelassen, so braucht die leistungserbringende Versicherung nur bis zu diesem Tag den Nutzungsausfall zu zahlen. Der Nutzungsausfall ist steuerneutral.

 

Hinweis:

Gemäß der üblichen Rechtsprechung werden Fahrzeuge je nach Alter in niedrigere Gruppen eingestuft.

 

Älter als 5 Jahre – eine Gruppe niedriger
Älter als 10 Jahre – zwei Gruppen niedriger

 

In seltenen Fällen wird keine Nutzungsausfallentschädigung mehr erstattet. Dann wird auf die Vorhaltekosten (liegen erheblich niedriger als der Nutzungsausfall) zurückgegriffen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Nutzwert des Fahrzeugs schon massiv beeinträchtigt war, was alleine durch Alterung kaum der Fall sein wird.

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