Umbaukosten

Umbaukosten

Gelegentlich kommt es vor, dass außergewöhnliche Fahrzeuganbauteile (Radio, Funk- anlage, mobiles Navigationssystem, Regaleinbauten in Werkstattwagen, Taxiausrüstung, Behinderteneinrichtung usw.) nicht im Wiederbeschaffungswert sowie im Restwert berücksichtigt wurden, da diese aus dem unfallbeschädigten Fahrzeug in das neue Ersatzfahrzeug umgebaut werden sollen. Die hierfür anfallenden Kosten sind separat, als so genannte Umbaukosten, anzugeben. Im Gutachten ist aufzuführen, welche Teile diesbezüg- lich im WBW und RW nicht berücksichtigt wurden. Wird dies nicht klar definiert, so kommt es bei der Veräußerung des unfallbeschädigten Fahrzeuges an den Restwertaufkäufer zu Streitereien.

 

Beispiel:

Der Restwertaufkäufer hat sein Angebot auf ein Fahrzeug mit einem Navigations- system berechnet und abgegeben. Nun hat aber der Fahrzeughalter dieses Navigations- system in sein neues Ersatzfahrzeug umbauen lassen. Der Restwertaufkäufer hat somit nicht mehr den Gegenwert, den er für sein Angebot abgegeben hat. Das Restwertgebot kann somit nicht mehr aufrecht- erhalten werden. Dieses Problem kommt leider in der Praxis relativ häufig vor. Vor Veräußerung baut der Fahrzeughalter sämtliche noch einzeln verwert- baren Anbauteile (Alufelgen werden gegen Stahlfelgen getauscht usw.) aus.

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